Über mich
Man macht nur gut, was man auch gerne macht.
Über die Liebe, das Leben, den Mut zum Neuanfang – und darüber, warum Zuhören manchmal alles verändern kann.
Ich weiß, was ich gerne mache. Ich höre Menschen zu. Ich erzähle Geschichten. Ich mache Mut. Und ich glaube an das Leben.
Aus unserem Wir wurde ein Ich.
„Frau Schatz, man macht nur gut, was man auch gerne macht.“
Am 5. Juli 2025 ist mein Mann gestorben. Und mit seinem Tod wurde mein Leben still. Unbeschreiblich still.
Von einem Augenblick auf den anderen war nichts mehr, wie es einmal gewesen war. Unser gemeinsamer Weg, unsere Pläne, unser Alltag, all das Vertraute – plötzlich war es nicht mehr da. Ein Ich, das sich in einer völlig veränderten Welt wiederfinden musste.
Wenige Tage vor seinem Tod sagte mein Mann zu mir: „Schatz, du bist eine starke Frau. Und du musst jetzt ohne mich weitermachen.“ Diese Worte begleiten mich bis heute.
Nicht, weil der Schmerz verschwunden war. Nicht, weil ich vergessen konnte oder wollte. Sondern weil ich begriffen habe, dass eine große Liebe mit dem Tod nicht einfach aufhört. Sie verändert ihre Gestalt. Aber sie bleibt.
Ich habe mich nie allein über das Wort „Witwe“ definieren wollen. Ich bin eine Frau, die geliebt hat und immer noch liebt. Eine Frau, die einen wunderbaren Menschen verloren hat, aber nicht das verloren geben möchte, was dieser Mensch in ihr gesehen und geliebt hat.
Und genau daraus ist das entstanden, was ich heute tue
Ich möchte Menschen zuhören. Und ihnen Mut machen.
Als Journalistin und Erzählerin haben mich Menschen und ihre Geschichten schon immer fasziniert. Heute möchte ich noch etwas hinzufügen: Zeit, Aufmerksamkeit, Lebenserfahrung und die Bereitschaft, wirklich hinzuhören.
Denn ich weiß inzwischen aus eigener Erfahrung, wie still ein Leben werden kann. Wie einsam sich ein Mensch fühlen kann, selbst wenn die Welt um ihn herum unaufhörlich weiterläuft.
Wir leben in einer Zeit, in der so viel geredet, bewertet, erklärt und entschieden wird. Aber wer hört eigentlich noch richtig zu? Wer nimmt sich die Zeit, hinter die Worte zu schauen? Wer fragt nicht nur, wie es uns geht, sondern möchte die Antwort wirklich hören?
Woran ich glaube
Weißt du eigentlich, wie viel Wunderbares in dir steckt?
Ich glaube, dass jeder Mensch etwas Wunderbares in sich trägt. Eine besondere Kraft, einen eigenen Wert, eine Geschichte, die es verdient, gehört zu werden.
Manchmal ist diese Kraft nur verschüttet. Unter Sorgen, Enttäuschungen, Ängsten, Trauer oder dem Gefühl, nicht mehr zu wissen, wohin der eigene Weg führen soll. Und manchmal braucht es dann einen anderen Menschen, der zuhört, der begleitet, der Mut macht und der vielleicht etwas erkennt, das wir selbst gerade nicht mehr sehen können.
Ich glaube fest daran, dass wir die Freude, den Frieden, das Lachen und die Harmonie, nach denen wir uns alle sehnen, nicht irgendwo in der großen weiten Welt suchen müssen. Ich glaube, dass all das bereits in uns lebt.
„Ich habe selbst erfahren, dass es einen Weg aus dem Tal der Tränen geben kann. Keinen einfachen, keinen schnellen und ganz sicher keinen, der für alle Menschen gleich aussieht.“
„Aber einen Weg, auf dem neben der Trauer irgendwann auch wieder ein Lächeln Platz finden darf. Auf dem aus Verzweiflung neue Zuversicht wachsen kann.“
„Nicht, weil ich auf alles eine Antwort habe. Sondern weil ich daran glaube, dass in einem aufrichtigen Gespräch manchmal der Anfang einer Antwort liegt.“
Wofür ich stehe
Ich bin ein Mensch. Und du?
Ich trage keinen Titel. Ich bin keine Coach. Kein Guru. Ich werde dir nicht erzählen, dass ich die Wahrheit kenne oder dein Leben besser verstehe als du. Denn das tue ich nicht. Ich bin ein Mensch. Mit Erfahrungen. Mit Umwegen. Mit Freude und Traurigkeit.
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Nicht Bewertung, sondern Wert.
Ich stelle Fragen, statt Urteile zu fällen. Fragen laden Menschen zum Nachdenken ein. Urteile beenden ein Gespräch sehr oft.
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Mitten unter Menschen.
Ich möchte nicht vor Menschen stehen. Ich möchte mitten unter ihnen stehen. Nicht als Expertin. Nicht als Coachin. Sondern als Mensch.
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Den Boden bereiten.
Ich möchte kein Gärtner sein, der an den Blüten zieht. Ich möchte den Boden bereiten, auf dem Menschen wachsen.
Aus meinen Texten · Freischwimmen
Manchmal brauche ich keinen Rat. Keine Lösung. Keine lauten Worte. Manchmal brauche ich nur Wasser.
Ich sitze am Rand eines Pools und lasse meine Füße langsam ins Wasser gleiten. Für einen Moment muss nichts sein. Ich muss nichts leisten. Nichts erklären. Nichts festhalten.
Wasser trägt. Es fließt. Es kämpft nicht gegen den Stein – und findet dennoch seinen Weg. Vielleicht ist das die größte Kraft des Wassers. Es erinnert uns daran, dass wir loslassen, ohne etwas zu verlieren.
Jeder Mensch verdient es, gehört zu werden. Jeder Mensch verdient es, gesehen zu werden.
Und jeder Mensch trägt etwas in sich, das diese Welt ein kleines bisschen heller machen kann. Wenn du magst, erzähl mir davon.